Coronavirus: Der Sinn

Die Wiener Tageszeitung “Die Presse” titelt heute: “Live-Informationen zu Covid-19: Österreich droht ein Budgetdefizit von 26 Milliarden Euro, mehr als 150.000 Tote weltweit.”

In dieser kurzen Überschrift sehen wir die Diskrepanz zusammengefasst, die das Coronavirus schonungslos sichtbar macht: Worum geht es im Leben eigentlich? Und die Alternative ist klar: Geld oder Leben?

Mit dem heutigen Tag kosten 150.000 Tote weltweit ein Budgetdefizit von 26 Milliarden Euro in Österreich. Wenn man diese Zahlen ins Verhältnis setzt, dann kostet bis heute jeder Tote weltweit den österreichischen Staat 173.333,33 Euro. Das ist ziemlich viel Geld.

Der Kapitalismus hat es geschafft, alles, aber auch wirklich alles, in Geld messbar zu machen. Die meisten Menschen werden dadurch erpressbar. Sie fragen sich: “Wie werde ich in Zukunft meine Miete bezahlen können, wie werde ich mir mein Essen leisten können, wie werde ich überhaupt überleben können?”

Es gibt gänzlich verschiedene Antworten darauf. Die schönste stammt von Jesus von Nazareth:

“Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?

Schaut die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?

Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?

Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.

Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.

Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?

Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.”

(Mt 6,25-34)

Ich habe keine Ahnung, was dieser “Gott” und “Himmlischer Vater” sein soll. Ich weiß nur eines: Es ist NICHT das Geld. Es ist das Gegenteil von Geld. Es ist das Unermessliche, Unbezahlbare, Unfassbare. Und daher habe ich nur einen einzigen Rat:

Leute, es geht nicht um Geld. Es geht um ganz etwas anderes. Und vielleicht wird gerade das gerade jetzt wieder sichtbar.

One thought on “Coronavirus: Der Sinn

  1. Es tut gut unter all diesen Beiträgen einfach mal etwas zu lesen, was Mut macht und Zuversicht anspricht, egal wohin es führen mag.

    Vielen Dank dafür.

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