Die Flucht ist zu Ende – Teil 5

In den Medien Europas beherrscht das Flüchtlingsthema inzwischen alle Schlagzeilen. Heute habe ich im Mittagsjournal des Österreichischen Radios gehört, dass nun Kroatien durch den “Ansturm” von 10.000 Flüchtlingen völlig überfordert ist. Ich dachte dabei daran, dass nach dem gestrigen Europa-League Spiel von Rapid Wien gegen den spanischen Klub Villareal knapp 40.000 Zuschauer innerhalb kürzester Zeit vom Wiener Ernst-Happel-Stadion mit der U-Bahn Linie U2 in die gesamte Stadt verteilt werden konnten.

Zahlen haben immer nur dann Sinn, wenn man sie in Vergleich zu anderen setzt. So erfuhr ich in den Nachrichten des Österreichischen Fernsehens vor ein paar Tagen, dass die “Flüchtlingskrise” den Staat Österreich in diesem Jahr rund 500 Millionen Euro kostet. Das Hochwasser vom Sommer 2013 kostete 2,2 Milliarden, also mehr als viermal soviel. Und die Rettung der Hypo-Alpe-Adria kostete bisher rund 10 Milliarden Euro. Dafür könnten wir uns also 20 Jahre “Flüchtlingsansturm” leisten.

Meine persönliche Erfahrung damit ist weiterhin wohltuend. Vorgestern traf ich eine Bekannte, um ihr 100 Euro zurückzuzahlen, die ich ihr schuldete. Da schaute sie mich an, lächelte und sagte: “Nehmen Sie das Geld und verwenden Sie es für die Flüchtlingshilfe.”

Das, was wir gerade erleben, ist ein Aufbruch. Ein Aufbruch zu Menschlichkeit, Versöhnung und Frieden. Es wird Rückschläge geben. Aber der Weg dorthin ist unumkehrbar.

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Das folgende Video habe ich auf youtube gefunden: “Die Flüchtlingskrise erklärt in 6 Minuten”:

 

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