Ist unsere Welt verrückt geworden?
Die kurze Antwort ist: Ja.
Warum?
Geschichte ereignet sich wie ein Pendelschlag, von links nach rechts, von einem Extrem zum anderen. In der asiatischen Weisheit nennt man dies Yin und Yang. Die Ursache dieser zeitlichen Abfolge ist die räumliche Grundlage, die Geographie. Im westlichen Weltbild nennt man dies Ost und West.
Ost und West kann jeder auf einer Weltkarte betrachten, die Grenze dieser beiden Pole (Quito/Ecuador im Westen und Singapur/Indonesien im Osten) verläuft genau durch das Pantheon in Rom.
Yin und Yang kann jeder erkennen, der die Menschheitsgeschichte betrachtet. Alle vier Jahrhunderte schwingt das Pendel wieder zurück. Die letzten 400 Jahre war der Westen in der Vorherrschaft, die nächsten 400 Jahre wird es der Osten sein.

Das bedeutet für uns, Abschied zu nehmen. Das helle, männliche, rationale, analytische, diskursive, westliche Yang ist wieder einmal zu Ende gegangen, jetzt herrscht das dunkle, weibliche, emotionale, synthetische, intuitive, östliche Yin. Der Tag geht zu Ende, jetzt beginnt die Nacht, die helle Aufklärung wird durch die dunkle Mystik abgelöst.
Was heißt das für uns? Relax and enjoy! Genießen wir die blaue Stunde des Sonnenuntergangs im Westen und freuen wir uns auf den blutroten Sonnenaufgang im Osten. Machen wir es uns zuhause gemütlich, in der kleinen warmen Stube.
Wer das begriffen hat, für den beginnt ein neues Zeitalter. Wer das nicht versteht, versinkt im Untergang. The choice is yours.
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