Ein Wintermorgen

Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den Himmel. Es schneite dicke Flocken und er war glücklich.

Er war in Es-Dur aufgestanden, zu Franz Schubert mit Alfred Brendel. Rund um ihn war alles weiß und draußen war es kalt. Er begann den Tag so langsam, wie er nur konnte und war dankbar. Er wusste nicht, wem er dankbar sein könnte, doch er war einfach glücklich, dankbar für sein Dasein in der Welt. Er fühlte sich eingebettet in ein größeres Ganzes, das er nicht benennen konnte, aber das brauchte er nicht. Er sah die Schneeflocken auf seinem Dachfenster schmelzen und pfiff leise mit. Langsam wurde das Dachfenster zugeschneit. Er saß da und war dankbar. Und er pfiff leise mit.

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