Zeit der Stille

Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den frühmorgendlichen Himmel. Gerade eben war er aus der Innenstadt nach Hause gekommen und hatte für sich Musik eingelegt. Nun saß er da und hörte im Hintergrund Mozarts Erste Klavierkonzerte.

Er strich über seinen Kopf, streckte sich und atmete durch. Was sollte er schreiben? Was wollte er schreiben? Vor einiger Zeit hatte er sie gefragt, welchen Titel sie sich wünschen würde. Sie hatte ihm daraufhin ihre Vorschläge geschickt. Jetzt stand da oben “Zeit der Stille”.

In dieser Stimmung war er nun. Es war noch still, so früh am Morgen, nur seine alte Schreibmaschine hämmerte leise vor sich hin, genau im Takt ihrer Tasten. Lange saß er da und schwieg. Im Hintergrund ging die Musik zu Ende. Draußen ging die Sonne auf.

Er erinnerte sich. Dann begann er zu lächeln. Von ihr aus hatte er den Rückweg zu wählen gehabt. Es war nicht der kürzeste Weg. Es war ganz sicher nicht der kürzeste Weg. Aber es war der schönste. Es war der allerschönste. Es war sein Weg.

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