„Sinnlos“: Xaver Finster ist das Kind einer Generation, die noch keinen Namen hat. Seine Großeltern waren tief im Nationalsozialismus verstrickt, seine Eltern sind erfolgreicher Teil der Aufbau-Generation nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wächst im Wien des Kalten Krieges auf, am Rande der westlichen Welt. Sein Vater scheitert grandios, er selbst begibt sich auf der Suche … Continue reading Peter Wurm: “Sinnlos”
Author: Peter H. Wurm
Die Reise
Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den hellblauen Sonntagnachmittag. In der Nacht war er wieder einmal von einer Reise nach Hause zurückgekommen. Er hatte die Musik eingelegt, sich einen Tee zubereitet und in sein Wohnzimmer gesetzt. Mehr als eine Stunde lang saß er da und genoss sein Leben. Dann … Continue reading Die Reise
Das Glück
Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den abendlichen Himmel. Draußen regnete es. Er sah die Tropfen, wie sie auf das Dachfenster prasselten und dachte wieder einmal lange über das Glück nach. Was war Glück für ihn? Glück war für ihn, den Tropfen zuzusehen. Glück war für ihn, wenn es … Continue reading Das Glück
Die sinnlosen Selbstmordattentate
Anlässlich der wahrhaft sinnlosen Mord- und Selbstmordanschläge in unserer Zeit kommt mir wieder Homers Sisyphos in den Sinn. Diese tragischte Figur der Sinnlosigkeit hatte Albert Camus in seinem "Mythos von Sisyphos" bezeichnenderweise den "Helden des Absurden" genannt. Der Verbrecher Sisyphos, gleichzeitig "der weiseste und klügste unter den Sterblichen" war von den Göttern aufgrund "einer gewissen Leichtfertigkeit" im … Continue reading Die sinnlosen Selbstmordattentate
Ist unsere Welt aus den Fugen geraten?
Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den hochsommerlichen Himmel. Er hatte sich von der Welt zurückziehen wollen, doch die sich verdichtenden Schreckensmeldungen der jüngsten Vergangenheit ließen ihn nachdenklich werden. Neben den politischen Radikalisierungen auf seinem kleinen Planeten hörte er in immer rascherer Abfolge von Terroranschlägen und Amokläufen in seiner … Continue reading Ist unsere Welt aus den Fugen geraten?
Romantik
Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den abendlichen Himmel. Wie unromantisch war doch so Vieles, was rund um ihn geschah. Aber sie hatte ihm einen Satz geschenkt, einen Halbsatz nur, im Grunde einen einzigen kurzen Gedanken: "Die Weichen stellen in den Augenblick." Nun war es an ihm, diesen Gedanken … Continue reading Romantik
Vor der Entscheidung
Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den wolkenverhangenen Sonntagabend. An diesem Tag hatten in seinem Land die Wahlen zum Staatsoberhaupt stattgefunden. Von den 6 zur Auswahl stehenden Kandidaten waren 2 übrig geblieben, die in einem Monat nochmals gegeneinander antreten würden. Nun saß er da und schaute in den Himmel. Was … Continue reading Vor der Entscheidung
Die Mitte der Quinte
Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den wolkenverhangenen Himmel. Es war schon wieder Mitternacht vorbei. Gerade war er mit seinem Freund, dem Tonsetzer unterwegs gewesen. Sie hatten von der Musik ausgehend wieder einmal über Alles gesprochen, über Physik und Metaphysik, Gott und die Welt, von der Entstehung des Universums … Continue reading Die Mitte der Quinte
Verantwortung
Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den heißen Frühlingstag. Am Vorabend hatte er eine Entscheidung zu treffen gehabt, die im wahrsten Sinne bestimmend für den Rest seines Lebens war. Er hatte lange Zeit überlegt und sinniert, mit Freunden und Vertrauten gesprochen und sich beraten. Doch letztendlich musste er selbst … Continue reading Verantwortung
Ein weißes Blatt Papier
Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den dunklen Nachthimmel. Vor ihm lag ein weißes Blatt Papier. Was sollte er schreiben im Angesicht der Dunkelheit? Gerade hatte er einen Satz von John Cage gelesen: "Sobald wir gewahr werden, dass wir nichts besitzen, gibt es Poesie." Vor ihm lag das weiße … Continue reading Ein weißes Blatt Papier
