„Die Ewigkeit dauert sehr lange, vor allem gegen Ende hin.”
Woody Allen
Als George, der mächtige Propagandist des „westlichen Liberalismus” auf seinem Sterbebett lag, da hatte sich seine gesamte Familie um ihn versammelt. Nun, da es dem Ende zuging, blickte er mit letzter Kraft um sich und fragte: „Tamiko, meine geliebte Frau, bist Du hier?” „Ja, mein Geliebter, ich bin hier.” „Alexander, mein geliebter Sohn, bist Du hier?” „Ja, mein geliebter Vater, ich bin hier.” „Gregory, mein Sohn, bist Du hier?” „Ja, mein Vater, ich bin hier.” „Andrea, meine Tochter, bist Du hier?” „Ja, Vater, ich bin hier.” „Robert und Jonathan, meine Söhne, seid ihr hier?” „Ja, Vater, wir sind hier.” Da richtete sich George noch einmal auf und fragte mit schwacher Stimme: „Und wer ist im Büro und kümmert sich um das Geschäft?”
Alexander beugte sich hinunter zu seinem Vater und fragte: „Vater, jetzt, am Ende Deines Lebens, sag’ uns doch in Deiner Weisheit: Was ist die Antwort?” Daraufhin nahm George noch ein letztes Mal all seine Kraft zusammen und flüsterte atemlos: „Was ist die Frage?”
Als er so sein Leben ausgehaucht hatte, kam George in die Hölle. Der Teufel persönlich begrüßte seinen hohen Besuch in charmant freundlicher Weise: „Willkommen, Mister Soros! Willkommen in der Hölle! Sie dürfen sich hier wünschen, was Sie wollen.” George traute seinen Ohren nicht. Das sollte die Hölle sein? So fragte er den Teufel ungläubig: „Ist das hier wirklich die Hölle? Ich darf mir wünschen, was ich will?” „Ja, Mister Soros”, antwortete der Teufel, „wir sind hier nicht so schlecht wie unser Ruf es befürchten lässt. Sie dürfen sich hier wünschen, was Sie wollen.”
George dachte einen Augenblick nach. „Ich wünsche mir eine Kreditkarte ohne finanzielles Limit.” „Sehr gerne, Mister Soros”, sagte der Teufel und drückte George eine Kreditkarte in die Hand. „Außerdem wünsche ich mir eine Villa mit zwei Stockwerken,” meinte George. „Im oberen Stock hätte ich gerne vier Schlafzimmer mit Balkon und vier Bäder. Im unteren Stock wünsche ich mir einen großen Salon, eine geräumige Küche, eine Terrasse und eine große Garage für mehrere Autos.” „Jederzeit gerne”, sagte der Teufel, und schon stand vor ihnen eine prachtvolle Villa.
Von nun an genoss George sein Leben in der Hölle in vollen Zügen. Doch irgendwann bemerkte er, dass es ihm langweilig wurde. Er überlegte, was ihm fehlte, und erkannte: Es fehlte ein großer Swimmingpool. Er ging zum Teufel und sagte: „Ich hätte noch einen Wunsch.” „Ja, selbstverständlich, Mister Soros”, antwortete der Teufel, „wünschen Sie sich, was Sie wollen.” „Ich wünsche mir einen Pool”, sagte George. Der Teufel schnippte kurz mit seinem Finger, und schon befand sich neben der Terrasse ein großer Swimmingpool.
Seit damals machte George es sich zur Gewohnheit, morgens und abends jeweils eine Stunde zu schwimmen. Er genoss sein Leben, bis er eines Tages neuerlich unzufrieden wurde. Er ging wieder zum Teufel. „Teufel”, sagte er, „ich hätte gerne ein paar Fahrzeuge, damit ich in der Gegend herumkomme und nicht immer hier bleiben muss.” Im nächsten Augenblick standen in der Garage fünf nagelneue Automobile.
George fuhr ab sofort jeden Tag mit einem seiner Autos durch die Landschaft. Als ihm dies nach einiger Zeit schon wieder nicht mehr reichte, ging er zum Teufel und wünschte sich ein Flugzeug. Auch dieses bekam er sofort geschenkt und flog damit überall hin, wohin er gerade wollte.
Nachdem wieder ein paar Jahre vergangen waren, wurde es George neuerlich langweilig. Er ging zum Teufel, um sich zu beschweren: „Es ist zum Verzweifeln,” meinte er, „ich bekomme von Dir jeden Wunsch erfüllt, aber spätestens nach einigen Jahren wird es mir langweilig.” „Tja, so ist das hier”, lächelte der Teufel, „es ist eben die Hölle.” „Ich bin dieser Hölle überdrüssig”, gestand George, „ich mag hier nicht mehr leben.” „Sie könnten sich umbringen, Mister Soros”, schlug der Teufel vor, „aber danach landen Sie mit Sicherheit wieder hier. Es hat also keinen Sinn, dies zu tun.“ „Was kann ich tun?” fragte George verzweifelt. „Gar nichts können Sie tun, Mister Soros”, sagte der Teufel triumphierend, „von hier aus gibt es kein Zurück.”
George begann zu weinen, zum ersten Mal in seinem Leben. „Bitte, lieber Teufel, hilf mir, dass ich von hier wegkomme!” „Ich bin nicht lieb,” lachte der Teufel hämisch, „und selbst das Bitten hat hier keinen Sinn. Bitten und Dankbarkeit gibt es hier nicht. Das gibt es nur im Himmel.” „Bitte, darf ich kurz in den Himmel?” schluchzte George, „Bitte, nur für einen Augenblick. Bitte!”
Im selben Moment war der Teufel verschwunden, die Himmel öffneten sich, George ließ alles hinter sich, alles Geld und seinen gesamten Besitz, und wurde ins Paradies enthoben. Dort vergaß er alles Irdische, kümmerte sich weder um viel Geld noch um großen Besitz und schaute endlich Gott. Und so lebt er da und schaut bis heute.
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„Niemand kann zwei Herren dienen…”
(Mt 6,24-34)
Das zinsbasierte Schuldgeld ist ein Derivat des Jüdischen Gottesbegriffs.
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Gewidmet meinem Vater im Himmel
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Das Zitat von Woody Allen – HILARIOUS! Danke für den brillanten Beitrag.