In Gottes Hand

Russland hat seit Jahren, Jahrzehnten zwei „Rote Linien” formuliert, die nicht übertreten werden dürfen, weil sie die Sicherheit des Landes gefährden:

  1. Ein NATO-Beitritt der Ukraine
  2. Ein Angriff auf das eigene Land

Als im Jahr 2014 die demokratische Regierung von Viktor Yanukovitch geputscht wurde und die neue Regierung von Petro Poroshenko die Neutralitätspolitik der Ukraine aufgab, annektierte Russland nach einer Volksabstimmung die mehrheitlich von Russen bewohnte Krim. Der ebenfalls mehrheitlich von Russen bewohnte Donbas erklärte sich unabhängig. Die danach ausverhandelten „Minsk-Accords” zum Schutz der russischen Bevölkerung in der Ukraine wurden vom nachfolgenden Präsidenten Volodymyr Zelenskyy nicht implementiert. Sie waren von Deutschland und Frankreich garantiert worden.

Nachdem das Sterben im Donbas nicht aufhörte, sondern eskalierte, ersuchte Russland im Jahr 2021 die Ukraine und die hinter ihr stehenden USA um Verhandlungen zum Schutz der russischen Bevölkerung im Osten der Ukraine. Als diese Verhandlungen ausgeschlagen wurden, kam es im Februar 2022 zur vom russischen Militär sogenannten „Militärischen Spezialoperation”, die von den westlichen Medien „Der Russische Angriffskrieg auf die Ukraine” genannt wurde.

Unmittelbar darauf erfolgten Friedensverhandlungen, die im April 2022 mit den „Istanbul Agreements” erfolgreich abgeschlossen wurden. Auch Österreich war, unter der politischen Führung von Bundeskanzler Karl Nehammer, daran beteiligt. Ein Besuch des britischen Premierministers Boris Johnson beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskyy am Tag vor Nehammers Besuch in Kiew sorgte jedoch dafür, dass dieser Friede nicht verwirklicht wurde.

Seitdem herrscht offener Krieg. Die ethnischen Russen werden dabei von Russland unterstützt, die ukrainischen Nationalisten von der NATO und EU. Russland hat angekündigt, einen Angriff auf sein Land vernichtend zu beantworten, nämlich mit Atomwaffen. Im August 2024 kam es zum von der NATO geplanten Angriff der Ukraine auf die russische Region Kursk. Dessen Ziel war die Einnahme des Atomreaktors von Kursk. Der Angriff scheiterte.

Vorgestern, am 20. November 2024, erfolgte erstmals ein Angriff der USA und des UK auf Russland (auf die Regionen Kursk und Bryansk) mit ATACMS- und „Storm Shadow”-Mittelstreckenraketen von der Ukraine aus. Dieser Angriff war von US-Präsident Joe Biden bereits Wochen zuvor genehmigt worden. 6 Rakten wurden abgeschossen, 5 wurden abgefangen, eine landete in einem Munitionsdepot.

Der Angriff wurde von Russland am nächsten Tag, das heißt gestern, mit einem Angriff einer Mittelstreckenrakete auf ein Munitionsdepot in der Ukraine (in der Stadt Djnepropetrovsk) beantwortet. Eine solche Überschall-Rakete vom Typ „Oreshnik” kann nicht abgefangen werden. Die Rakete war mit keinem Nuklear-Sprengkopf bestückt. Die nächsten Ziele auf NATO-Stützpunkte sind bereits klar, und die Raketen werden dabei bestückt sein.

Der russische Präsident Vladimir Putin hat angekündigt, Verhandlungen zu einem Waffenstillstand aufzunehmen, wenn diese vom nächsten Präsidenten der USA, Donald Trump, geführt werden. Donald Trump war gefragt worden, warum er glaube, dass Gott ihn beim Attentat auf ihn gerettet hat. Trump antwortete: „To save the world.” 

peterwurm.wordpress.com

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