Glück oder Zweifel

Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den winterlichen Nachmittag. Die Dächer vor ihm waren tief verschneit und aus den Schornsteinen stieg der Rauch langsam in den hellen Himmel.

Er dachte an das wunderschöne Interview mit Sergiu Celibidache, dem ehemaligen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, das er immer wieder hörte. In diesem Gespräch über Musik und Zen wurde Celibidache gefragt, ob er glücklich sei.

“Sehr”, antwortete er. Und nach einer kurzen Pause des Schweigens fuhr er fort: “Wissen Sie, das Glück ist erschienen, als der Zweifel verschwunden ist. Als ich gesehen habe, es gibt eine Gesetzmäßigkeit, der wir alle gehorchen. Da war es aus. Da war ich auf dem richtigen Weg.”

Slupetzky saß da und schaute hinaus. Die Dächer vor ihm waren tief verschneit und aus den Schornsteinen stieg der Rauch langsam in den hellen Himmel. Er saß da und schaute hinaus. Sie alle waren auf dem Weg.

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