Der Oesterreichische Bildungsnotstand

Ein Klosterneuburger Student der Wirtschaftswissenschaften hat ein Stipendium fuer ein Forschungssemester an der Universitaet Peking erhalten. Nachdem er alle notwendigen organisatorischen Formalitaeten erledigt hat, geht er zum Bahnhofsschalter der Oesterreichischen Bundesbahnen.

“Bitte eine Fahrkarte Zweiter Klasse nach Peking.”
“Wos?”
“Eine Fahrkarte nach Peking, bitte!”
“Wo is des?”
“Das ist in China.”
“Des hamma ned.”
“Aber ich brauche eine Fahrkarte nach Peking.”
“Des is ma wurscht. Des hamma ned.”

Der Klosterneuburger Student der Wirtschaftswissenschaften entschliesst sich, mit dem Bus nach Wien zu fahren, reist von dort aus per Anhalter nach Budapest, dann weiter ueber Minsk nach Moskau und faehrt mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Peking. Nachdem er dort sein Forschungssemester erfolgreich absolviert hat, geht er vom Platz des Himmlischen Friedens zum naechstgelegenen Bahnhof, um eine Rueckfahrkarte zu kaufen.

“Eine Karte nach Klosterneuburg, bitte!”
“Kierling oder Weidling?”

———-

Fuer Agnes und Karlheinz Essl, Probst Gebhard Koberger und Floridus Roehrig

Ein Versuch ueber Adolf Eichmann und Mao-Tse-Tung

tien-an-men

One thought on “Der Oesterreichische Bildungsnotstand

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s